Der Umgang mit Geld ist auch und gerade unter Christen ein heikles Thema. Allzu oft wird etwa in Gemeinden mit dem platten Hinweis, es sei doch "für den Herrn", versucht, die Spendenbereitschaft zu erhöhen. Ein gefährliches Unternehmen: Zu schnell kann der Eindruck entstehen, es gehe auch bei Christen nur ums Geld; zu oft wird "für den Herrn" verwechselt mit dem, was manche für den Herrn glauben tun zu müssen.
Läßt sich auch in diesen praktischen Fragen etwas von David lernen?
Die Sammlung für den Tempelbau, von der 1. Chronik 29 berichtet, war vielleicht die größte fundraising campaign in der Geschichte Israels. Allein die Liste der Schätze, die David selbst beigesteuert hat, ist lang und beeindruckend. Das Volk folgt seinem Beispiel: "Alle (!), die Edelsteine hatten, gaben sie zum Schatz des Hauses des Herrn" (V. 8). Das ganze geschah offenbar ohne jeden Druck und in großer Freude:
1Chr 29,9 Und das Volk war fröhlich über ihr freiwilliges Geben; denn sie gaben es dem HERRN von ganzem Herzen, freiwillig. Und auch der König David war hocherfreut.
1Chr 29,9 Und das Volk war fröhlich über ihr freiwilliges Geben; denn sie gaben es dem HERRN von ganzem Herzen, freiwillig. Und auch der König David war hocherfreut.
Beachtung verdient nun das "Übergabegebet" Davids, mit dem die Schätze "geweiht" werden. Darin findet sich keine Spur von Stolz angesichts des Erreichten, vielmehr:
1Chr 29,14.17 Denn von dir kommt alles, und aus deiner eigenen Hand haben wir dir gegeben.
[...] Ich weiß, mein Gott, daß du das Herz prüfst, und Aufrichtigkeit ist dir angenehm.
David und sein Volk waren fröhliche Geber, die Gott lieb hatte (vgl. 2Kor 9,7). Sie haben sich vor einer geistlichen Haltung gehütet, die meint, daß wir etwas verlieren, indem wir es Gott geben.
In einem ähnlichen Sinn schreibt C.S.Lewis an einer Stelle:
Selbst wenn wir Gott jeden Augenblick unseres Lebens vollständig weihen würden, so könnten wir ihm doch immer nur zurückgeben, was bereits sein Eigentum ist.
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