Konsumorientierung ist ein zentrales Merkmal der Postmoderne. Der Mensch hat die Religion abgestreift, er geht nicht mehr in die Kirche sondern betet nun an im „Konsumtempel“. Amerikanische „Malls“ machen es vor und schwappen nach Europa, und auch nach Deutschland. Freizeit kann nun vollständig mit Konsum ausgefüllt werden. Der Alltag wird zu einer Welt des Konsums und ist im Sinn des pm Menschen nicht ein Ort, wo man möglicherweise seine Seele verlieren bzw., positiv ausgedrückt, wahres Leben finden kann. Pasolini führte in den 1970ern den Begriff des „Konsumismus“ ein, um diese Entwicklung in der westlichen Welt zu beschreiben. Der pm Mensch ist konsumhungrig, erliegt seinem Kaufraum und leidet oft unter Kaufzwang. Werbung kreiert Bedürfnisse, die der Verbraucher eigentlich nicht hat und leitet ihn fatalerweise in einen endlosen Kreislauf der „pursuits of wants“ (Wells, S.41) – “one product after another in a never-ending chain of purchase” (ibid.). Der pm Mensch definiert sein Selbst darüber, wie viel und was er konsumieren kann – und dadurch nach außen hin darzustellen vermag (Einfluss auf Selbstkonzept). Wells kommentiert anschaulich: „We move as nomads from one oasis to another, ever shopping and never stopping, defining ourselves only by what is present and by what can be purchased and experienced.“ (S.89).
Was sind die Ursachen? Es liegt auf der Hand, dass der Konsumismus eine Möglichkeit bietet, das innere Vakuum im postmodernen Menschen auszufüllen. Durch den Verlust absoluter Wahrheit ist der pm Mensch praktisch sinnentleert und folglich auf der Suche nach „Füllung.“ Konsum ist jedoch ein wenig probates Mittel um wahren Hunger nach Sinn und Bedeutung zu stillen. Der Hunger kommt wieder und wieder und ist schließlich unstillbar.
Demgegenüber steht Jesu Angebot in Johannes 10,10: Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es in Überfluß haben. Jesus als das personifizierte Leben (Joh 1,4) ist die einzige Autorität die sinnstiftendes Leben geben kann. Allein Jesus als das Brot des Lebens kann unseren Hunger stillen (Joh 6,35). Jesus entlarvt die Oberflächlichkeit des Konsums. In Jesus ist qualitativ Leben vorhanden, von dem der pm Mensch nicht einmal träumt – unsere Aufgabe ist es, ihm es zu bringen.
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