10.5.07

David stärkt sich in dem HERRN!

Der Vorschlag meines Blogger-Kollegen, sich mit David auseinanderzusetzen ist sowohl im allgemeinen eine hervorragende Idee als auch im besonderen, als mich mein Bibelleseplan http://www.navpress.com/Magazines/DiscipleshipJournal/OriginalBibleReadingPlan/ gerade dorthin führt...

Ich möchte heute Bezug nehmen auf die von David R. beschriebene Phase III in Davids Leben: Flüchtlingszeit.

In 1. Samuel erfahren wir von folgenden Begebenheiten: David musste vor König Saul fliehen, der ihn verfolgte. Mit 600 Kämpfern zog sich David in das Land der feindlichen Philister zurück (1 Sam 27,1-2). Dort war er sicher vor Saul, da sich dieses Land außerhalb Sauls Territorium befand (1 Sam 27,4). Der Philisterherrscher Achis wies David in der Wüste Negeb die Stadt Ziklag zu, die damals noch unter philistinischer Kontrolle stand. Ziklag wurde Davids Stützpunkt – von dort aus überfiel er benachbarte Israel-feindliche Stämme, und nicht, wie Achis annahm, Israel selbst. Schließlich versammelten sich die Philister, um vereint gegen Israel zu kämpfen. Achis beabsichtigte, dass David mit ihnen kämpfte – David und seine Männer bildeten tatsächlich kurzzeitig Achis’ Nachhut (1 Sam 29,2); doch die anderen Philisterfürsten waren dagegen – sie befürchteten, dass David Loyalität nur vortäuschen könnte, um sich dann in der Schlacht gemeinsam mit Israel gegen die Philister zu wenden (1 Sam 29,4). Es ist in der Tat mehr als fraglich, ob David wirklich gegen sein eigenes Volk gekämpft hätte. Wie auch immer, David wird nach Hause geschickt, er kommt in Ziklag an und findet seine Stadt komplett zerstört vor (1 Sam 30,1). Alle Bewohner, inklusive Davids beider Frauen, waren von den feindlichen Amalekitern (die Saul versäumt hatte auszurotten, vgl. 1 Sam 15), entführt worden. Seine eigenen Nachfolger sind darüber so erbost und wütend, dass sie David steinigen wollen (1 Sam 30,6a). Davids Situation ist mehr als brenzlig. Durch sein Versagen, das darin bestand, den Herrn nicht um Rat gefragt zu haben ob er an dem Feldzug gegen Israel teilnehmen sollte, handelte er sich die Zerstörung seiner Stadt und den Zorn seiner Kämpfer ein. David erkannte nun: Ich habe den Herrn sträflich vernachlässigt. Wie geht David nun vor? Er verfällt nicht in Depression und Verzweiflung. Nein, was macht der Mann nach dem Herzen Gottes? Wir lesen: „David aber stärkte sich in dem HERRN, seinem Gott.“ (1 Sam 30,6b). Würden wir solch ein Verhalten nicht sofort als Dreistigkeit abstempeln? Was ein frecher Kerl! David macht einen großen Fehler und anstatt sich büßend in die Asche zu setzen besitzt David stattdessen die Courage sich in Gott zu stärken. Doch vergessen wir bei einem solch voreiligen Schluss nicht folgendes: Gott ist nach wie vor Davids Gott („seinem Gott“), das weiß David. David kennt Gottes Qualitäten der Barmherzigkeit, Langmut, Geduld und Gnade. Er weiß, dass Gott ihm vergibt, wenn er zu ihm zurückkehrt und wieder ganz neu auf seine Leitung vertraut. Dies tut David in aller Konsequenz und Aufrichtigkeit. David geht zum Priester, befragt den Herrn und erhält die Zusicherung, dass er den Amalekitern erfolgreich nachjagen und seine Leute retten wird (1 Sam 30,8). In der Tat – alle Personen können unversehrt gerettet werden (1 Sam 30,18+19). Davids starkes Vertrauen in seinen großartigen, barmherzigen, gnädigen und vergebenden Gott macht sich bezahlt. Lasst uns von David lernen. Stärken wir uns in dem Herrn unserem Gott.

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